Set me free, don't drag me down into this world of endless night...

Und wieder das alte Spielchen: Disco. Alkohol, diesmal mit Nikotin, und ich merke, wie schwer es ist, eine Zigarette allein zu rauchen, nicht nur hier und da Züge von anderen zu erhaschen. (Es ist nichts für mich.)

Irgendwann am frühen Morgen die Rückfahrt... ich lege den Kopf an seine Schulter und er den Arm um mich (ein schönes Gefühl, wie Geborgenheit), und dann küsst er mich, vorsichtig, ganz sacht, auf die Wange.

Nur seinetwillen bitte ich ihn, aufzuhören. Weil ich weiß, dass er mehr als das will; und weil ich weiß, dass er so jemanden schon hat: Ein Mädchen, dass sich in einsamen Momenten von ihm küssen lässt, eins, für das er nicht mehr als bester Freund und Lückenfüller ist.
Das muss ich nicht auch noch sein.

Denn ich weiß, dass ich nicht weitergehen will...

1 Kommentar 11.2.09 00:20, kommentieren

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something inside

Mir wurde es erzählt. Dann wurde mir gesagt, ich solle nicht darüber reden. Und sie, sie sitzen da und reden die ganze Zeit... reden und reden und drehen und wenden und können nichts machen. Ich sage etwas, (das, was sie von mir hören wollen, aber nur dann, wenn es das ist, was sie von mir hören wollen, aber sie wollen nicht), und sie schauen mich an und fragen: "Heißt das, wir haben versagt?"

Was soll ich denn sagen? Woher soll ich wissen, was richtig ist, wie kann ich ihnen erklären, was zu tun ist, wenn ich es selber nicht weiß?

Also schweige ich. Und schweige weiter.


Die Studienfahrt, Cannabis, und ich dachte: Wie schön das wäre, einmal dazuzugehören. Einmal etwas Aufregendes machen, das nicht den Normen entspricht, etwas, bei dem die Leute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Und jetzt sitze ich da und schüttele den Kopf über mein dummes Ich... wie kann man nur so naiv sein? Wie konnte ich?

Was er sich dabei denkt, würde ich gern wissen... wir sind uns nicht so nahe, wie ich es manchmal gern hätte, das waren wir noch nie, Geschwister eben; sonst würde ich ihn fragen.
Und ich überlege mir: Was wäre, wenn es anders wäre?
Wenn ich mich nicht in mein Schneckenhaus aus Angst verkriechen würde, Angst vor Zurückweisung selbst vor der eigenen Familie, sondern mit ihm reden könnte.
Und daneben stellt sich meine Vernunft und sagt: Wie lächerlich. Als ob ich etwas ändern könnte. Ich, die ja so viel Ahnung vom Thema hat.

3.2.09 00:26, kommentieren

i went from wired to tired so long ago

als ob es niemand kennen würde außer mir... wenn die wände immer näher rücken und die luft in meinen lungen immer weniger wird. wenn ich ganz genau weiß, warum es niemanden interessieren wird: weil ich es nicht kann; es geht nicht, mir fehlt etwas... ein falschgeleiteter draht in meinem kopf, irgendetwas.

und gleichzeitig das wissen, dass ich es bekämpfen muss, obwohl ich längst nicht mehr will, weil das ziel so weit entfernt scheint. gleichzeitig das wissen, dass es nicht einfacher wird, egal was ich tue; das wissen, dass ich mir nicht helfen lassen kann, weil nur ich mir helfen kann; dass ich mir nicht helfen lassen kann, weil ich noch nicht kaputt genug bin, um als kaputt zu gelten.

und weil ich gleichzeitig weiß, dass ich es übertreibe, immer und immer wieder... wie eine nadel, die man in die haut sticht; und der schmerz kommt und ist heftig, und man hat angst, er würde nie vorübergehen; was die anderen sehen, ist aber nur ein kurzer nadelstich und ein leises puckern auf der haut, wenn es vorüber ist.

hinterher, ja, da kann ich auch darüber lächeln...

solange es weh tut, kann ich nichts anderes tun, als die luft anzuhalten, damit ich nicht merke, wie wenig davon ich eigentlich habe, und zu warten, bis es vorüber ist.

17.1.09 02:04, kommentieren

Somewhere beyond happiness and sadness

Das Dumme ist nur: Ich bin es nie ganz losgeworden. Autoagressives Verhalten ist ein schöner Begriff.

Und manchmal sitze ich da und denke mir: Warum eigentlich nicht.

Denn das Gefühl beschleicht mich immer häufiger, dass es etwas gibt, das nicht in Ordnung ist... wenn ich nur wüsste, was, könnte ich etwas dagegen tun... dann könnte ich auch meine masochistischen Anwandlungen loswerden, über die ich nicht rede und die mir irgendwie peinlich sind. Logische Schlussfolgerung: Wenn ich mir nicht selbst weh tun darf, muss es jemand anderes tun.

Irgendwie klingt es krank, und irgendwie ist es das auch; aber irgendwie ist es einfach nur das, was ich denke. Weil ich nicht immer alles totschweigen will und auch nicht darf, weil ich ein Ventil brauche.

Natürlich versuche ich, ein sozialer Mensch zu werden. Telefonieren und Parties und Spontanaktionen: Ich bin dabei.
Und je mehr ich dabei bin, desto mehr geht ein Teil von mir verloren, den ich gern behalten würde... weil ich ja sozial bin und andere Menschen nicht mit meinen psychischen Problemen belaste... und bitte sagt nicht, dass das falsch sei; anders hat es doch auch nicht funktioniert.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir klar, dass es irgendwie kein Ausweg ist... werde sozial und alles wird gut... und außerdem bin ich keinen Schritt weiter als vor sechs Jahren.

Hallo, Vergangenheit.
Sag mir, was mein Problem ist, und ich sage dir, wie ich es lösen kann...

1 Kommentar 13.1.09 00:45, kommentieren

Nächstes Mal ist vielleicht alles leichter

Und dann wirfst du dir auf einmal deine eigene Vergangenheit zu Füßen. Alles, was gewesen ist, was du gefühlt hast; und wie viel besser hätte es dir ergehen können, wenn du früh genug die Zeichen gedeutet, die Weichen gestellt hättest. Aber du stehst vor ihr und sie ist stark und lässt sich nicht zerbrechen; diese Beweise für deine eigene Gutgläubigkeit, die eigene Dummheit, die du nicht zerstören kannst, sondern nur wegwerfen und so tun, als sei nichts geschehen.

16.11.08 16:29, kommentieren

So tonight to celebrate I will poison myself.

And suddenly, it's there again. That feeling. I'm not real, I'm not real, I'm not real. And I've got to do something, to prove myself I am.

And I don't want to because I know it's wrong.

23.10.08 00:53, kommentieren

where you gonna go and where you gonna sleep tonight

Übermorgen vor einem Jahr haben wir uns zum ersten Mal geküsst. Ich weiß nicht, warum ich mir gerade die unwichtigen Dinge am besten merke. Neulich haben wir uns gesehen, und da ist nichts mehr; das Schlimmste, was ich ihm entgegenbringen kann, diese Gleichgültigkeit.

Momentan ist mir schlecht, ich habe Halsschmerzen, mir ist kalt, ich bin heute von der Studienfahrt nach Hause gekommen und habe schlechte Laune. Hauptsächlich -

Drogen nehmen ist, wie ich feststellen musste, auch kein Ausweg aus der Einsamkeit. Das klingt schlimmer als es ist - eine Zigarette, wenig Cannabis (das ich zudem, wie mir gesagt wurde, "nicht richtig geraucht" habe) und viel zu viel Alkohol, nachdem ich mich 18 Jahre lang geweigert habe, irgendetwas davon auch nur anzurühren. Aber bitte, wenn ich damit so etwas wie Freunde bekomme? So tief bin ich schon gesunken. Ich könnte heulen.

Es wäre einfach, das alles jetzt darauf zu schieben, dass sich meine beste Freundin lieber mit ihrem Freund beschäftigt als mit mir und sich seit zwei Wochen nicht gemeldet hat und das wahrscheinlich auch nicht mehr tun wird, bis die Ferien zu Ende sind (also in weiteren zwei Wochen); aber wahrscheinlich wäre das zu einfach.
Ich könnte auf ihren idiotischen Typen schimpfen, aber der ist zu allem Überfluss auch noch nett. Im Prinzip verstehe ich es ja, wenn sie ihre Zeit lieber mit ihm verbringt. Es ist halt nur doof, jetzt so in der Luft zu hängen. Allein.

Ich hätte gern ein neues Leben. Wenn ich mir anschaue, was ich alles versucht habe und wie es dabei nur noch schlimmer geworden ist... warum kann mir nicht einfach jemand sagen, was ich machen muss? Andere Leute kriegen es doch auch hin - während ich nicht einmal eine Ahnung habe, was ich falsch mache.


Oh the wind whistles down
The cold dark street tonight
And the people they were dancing to the music vibe...

2 Kommentare 17.10.08 22:46, kommentieren