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Hm.

"Hm." ist eine äußerst passende Zusammenfassung meiner Situation.
Ich war mir schon immer uneins mit mir selbst, aber die Interaktion mit fremden Personen (d. h. Menschen, die nicht Teile meiner inneren multiplen Persönlichkeit sind) scheint dies noch zu verstärken.
Anders gesagt, wüsste ich wirklich schon gern, in welchen Part von mir sich bereits erwähnter Junge verliebt hat.
Falls er sich verliebt hat.
Was leider zu vermuten ist, wenn er mir Komplimente á la "süß" an den Kopf wirft und mir die einzige Himbeere aus der Colorado-Tüte schenkt.
Ich kann damit nicht ganz umgehen. In den letzten Jahren war ich allein - manchmal vielleicht einsam, aber unabhängig. Frei. Im schlimmsten Fall bin ich jemandem hinterher gerannt, nicht umgekehrt. Ich hatte immer die Wahl, es sein zu lassen, ohne dass jemand anderes als ich verletzt wurde.

Hand in Hand gehen, zusammen Sterne angucken, sich küssen sind sicherlich deutliche Zeichen dafür, dass wir das sind, was man "zusammen" nennt. Ob ich darüber glücklich bin, weiß ich nicht. Vielleicht geht es alles ein bisschen schnell. Zu schnell. Und vermutlich verwirre ich ihn zeitweise genauso wie er mich; aber ich brauche Zeit...

20.10.07 23:49, kommentieren



Gedanken

"Ich hab' mich gerade selbst verpasst und heut' hol' ich mich nicht mehr ein."

Ich habe mich mit einer Tasse Tee in meinem Zimmer versteckt vor dieser komplizierten Welt, in der ich nie weiß, wie ich etwas richtig machen kann. (Zumindest ist das so, wie ich mich momentan fühle.)
Einmal mehr höre ich "Gib mir mehr Himmel" von Rosenstolz; fast möchte ich sagen, wie letztes Jahr, dabei ist es schon zwei Jahre her und ich schaue stumm staunend, wieviel Zeit vergangen ist... was sich alles geändert hat.
Es ist noch immer, als würde ich auf einer Eisschicht laufen, die beim kleinsten Fehler zerbrechen wird.


Leider ist es draußen noch immer viel zu lange hell. Ich liebe es, in der Dunkelheit hinauszugehen und zu wissen, dass niemand mehr in mir sieht als einen bloßen Schatten, der alles und nichts sein kann.

1 Kommentar 22.10.07 18:04, kommentieren

All for the sweetest thrill...

Und wenn man dann einen Freund hat, ist auf einmal alles anders.

Weil alles noch dasselbe ist und man eigentlich gedacht hatte, es würde mindestens in Leuchtschrift an allen Hauswänden stehen.

Weil man es der besten Freundin erzählen muss und anstatt sich zu zweit zu freuen alles herunterspielt, damit Neid und Selbstmitleid des Gegenübers nicht ausufern (was sie freilich trotzdem tun); aber man ist ganz die teilnahmsvolle Freundin und denkt sich, naja, was willst du erwarten.

Weil man nicht weiß, ob man ihm sagen kann, dass 48 Stunden bis zum nächsten Treffen viel zu lang sind.

Weil man nicht weiß, ob das Eis unter den Füßen fest genug ist, um darauf Luftsprünge zu machen.


Aber das ist es wert. Ich glaube, ich bin verliebt.

28.10.07 21:27, kommentieren

Geschichten, die das Leben schreibt

...aber ist es das wirklich wert?

Ich fühle mich gerade haltlos. Vielleicht erwarte ich zu viel. Ich hätte jetzt gern eine Schulter zum Anlehnen, einen Mensch zum Reden, aber wie soll ich mich jemandem erklären, wenn ich mir nicht einmal selbst glaube? Wie soll ich vertrauen, wenn ich auch in mich kein Vertrauen habe? Warum können andere Menschen nicht wenigstens versuchen, ein wenig Rücksicht zu nehmen; warum müssen sie so weit gehen, sogar wenn sie selber erfahren haben müssen, was sie da tun? Wo bleibt das Verständnis?

Ich habe ein Problem mit mir und der Welt, glaube ich.


...und das Eis hat nicht gehalten.

31.10.07 03:50, kommentieren