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Somewhere beyond happiness and sadness

Das Dumme ist nur: Ich bin es nie ganz losgeworden. Autoagressives Verhalten ist ein schöner Begriff.

Und manchmal sitze ich da und denke mir: Warum eigentlich nicht.

Denn das Gefühl beschleicht mich immer häufiger, dass es etwas gibt, das nicht in Ordnung ist... wenn ich nur wüsste, was, könnte ich etwas dagegen tun... dann könnte ich auch meine masochistischen Anwandlungen loswerden, über die ich nicht rede und die mir irgendwie peinlich sind. Logische Schlussfolgerung: Wenn ich mir nicht selbst weh tun darf, muss es jemand anderes tun.

Irgendwie klingt es krank, und irgendwie ist es das auch; aber irgendwie ist es einfach nur das, was ich denke. Weil ich nicht immer alles totschweigen will und auch nicht darf, weil ich ein Ventil brauche.

Natürlich versuche ich, ein sozialer Mensch zu werden. Telefonieren und Parties und Spontanaktionen: Ich bin dabei.
Und je mehr ich dabei bin, desto mehr geht ein Teil von mir verloren, den ich gern behalten würde... weil ich ja sozial bin und andere Menschen nicht mit meinen psychischen Problemen belaste... und bitte sagt nicht, dass das falsch sei; anders hat es doch auch nicht funktioniert.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir klar, dass es irgendwie kein Ausweg ist... werde sozial und alles wird gut... und außerdem bin ich keinen Schritt weiter als vor sechs Jahren.

Hallo, Vergangenheit.
Sag mir, was mein Problem ist, und ich sage dir, wie ich es lösen kann...

1 Kommentar 13.1.09 00:45, kommentieren



i went from wired to tired so long ago

als ob es niemand kennen würde außer mir... wenn die wände immer näher rücken und die luft in meinen lungen immer weniger wird. wenn ich ganz genau weiß, warum es niemanden interessieren wird: weil ich es nicht kann; es geht nicht, mir fehlt etwas... ein falschgeleiteter draht in meinem kopf, irgendetwas.

und gleichzeitig das wissen, dass ich es bekämpfen muss, obwohl ich längst nicht mehr will, weil das ziel so weit entfernt scheint. gleichzeitig das wissen, dass es nicht einfacher wird, egal was ich tue; das wissen, dass ich mir nicht helfen lassen kann, weil nur ich mir helfen kann; dass ich mir nicht helfen lassen kann, weil ich noch nicht kaputt genug bin, um als kaputt zu gelten.

und weil ich gleichzeitig weiß, dass ich es übertreibe, immer und immer wieder... wie eine nadel, die man in die haut sticht; und der schmerz kommt und ist heftig, und man hat angst, er würde nie vorübergehen; was die anderen sehen, ist aber nur ein kurzer nadelstich und ein leises puckern auf der haut, wenn es vorüber ist.

hinterher, ja, da kann ich auch darüber lächeln...

solange es weh tut, kann ich nichts anderes tun, als die luft anzuhalten, damit ich nicht merke, wie wenig davon ich eigentlich habe, und zu warten, bis es vorüber ist.

17.1.09 02:04, kommentieren